Indonesien: Erdstöße der Stärke 7,1

Sumatra kommt nicht zur Ruhe

Die neuen Erdstöße waren so stark, dass für die gesamte Region Tsunami-Warnungen herausgegeben wurden. Viele Menschen mussten erneut flüchten und sich in höher gelegene Gebiete retten. Indessen geht die Suche nach Verschütteten weiter – mindestens sechs Menschen starben bei der Katastrophe.

Jakarta. Einen Tag nach dem schweren Erdbeben in Indonesien ist das südostasiatische Land von mehreren Nachbeben erschüttert worden. Betroffen war erneut die Insel Sumatra. Die Beben waren so stark, dass die Behörden für die gesamte Region Tsunami-Warnungen herausgaben. Diese wurden später zwar aufgehoben, viele Menschen gerieten dennoch in Panik. Derweil suchten Helfer weiter nach Verschütteten des großen Bebens vom Mittwoch. Nach offiziellen Angaben wurden bislang sechs Tote geborgen, etwa 40 weitere Personen wurden verletzt. Experten zufolge dürfte die Opferzahl noch steigen.

Die Nachbeben auf Sumatra waren nun vor allem im Süden und Westen zu spüren. Gegen 10.35 Uhr Ortszeit wurde ein Beben der Stärke 7,1 registriert. In der schon am Mittwoch betroffenen Stadt Padang, der Hauptstadt von West-Sumatra, verließen viele Menschen erneut ihre Häuser und flüchteten sich in höher gelegene Gebiete. Der Verkehr in der Innenstadt kam zum Erliegen. Teile des wichtigsten Krankenhauses in Padang stürzten ein. Besorgniserregend war die Lage auch im Küstenort Bengkulu, wie die Behörden mitteilten. In dem Ort mit 300 000 Einwohnern sei ein Großteil der Häuser eingestürzt, darunter ebenfalls Kliniken.

Das große Erdbeben am Mittwoch hatte nach US-Angaben eine Stärke von 8,4 gehabt. In Indonesien kommt es immer wieder zu Erschütterungen. Das Land liegt in dem seismologisch aktiven Teil des so genannten pazifischen Feuerrings. Im Dezember 2004 waren bei einem Tsunami an der Küste des Indischen Ozeans rund 230 000 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem sind die Behörden der Länder in der Region bemüht, frühzeitig vor einem Tsunami zu warnen.