Spangdahlem: Großeinsatz der Polizei

Terrordrohung gegen US-Stützpunkt

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Ein Mann hatte angekündigt, genau sechs Jahre nach dem 11. September die US-Militärbasis mit mindestens vier Komplizen anzugreifen.

Spangdahlem/Trier. Nach der Anschlagsdrohung eines anonymen Anrufers gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifel ist am Dienstag Terroralarm ausgelöst worden. Der Mann hatte angekündigt, genau sechs Jahre nach den Terrorangriffen auf die USA vom 11. September 2001 die US-Militärbasis mit mindestens vier Komplizen zu attackieren, teilte die Polizei in Trier mit. In dem Telefonat war auch von "Bomben" die Rede. Nach dem Anruf bei der US- Militärpolizei leitete die Polizei umgehend einen Großeinsatz "mit starken Kräften" ein, der den ganzen Dienstag andauern sollte.

Eine konkrete Gefährdung der Bevölkerung oder des Stützpunktes in Spangdahlem bestehe aber nicht, teilte die Polizei mit. Es handele sich vielmehr um eine "Präventivmaßnahme" angesichts des Datums. Die Beamten arbeiteten "mit Hochdruck" daran, den Anrufer zu ermitteln. Einen Zusammenhang mit den in der vergangenen Woche festgenommenen mutmaßlichen islamistischen Terrorverdächtigen in Nordrhein-Westfalen schloss die Polizei aus.

Nach der Terrordrohung verschärften die amerikanischen Streitkräfte ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich. "Wir nehmen den Anruf sehr ernst", sagte die Sprecherin der Air Base, Iris Reiff, in Spangdahlem. Besonders in den Eingangsbereichen seien die Kontrollen intensiviert worden, "um die Sicherheit unserer Militärangehörigen und des Personals zu garantieren", sagte sie. Auf dem US-Stützpunkt in der Eifel leben und arbeiten rund 14 000 Menschen.

Der Unbekannte hatte am Montagabend beim US-Militär angerufen und einen Anschlag für den Nachmittag des 11. Septembers angekündigt. Der Mann habe "in deutscher Sprache mit möglicherweise russischem oder türkischem Akzent" gesprochen, teilte die Trierer Polizei mit.

"Wir ermitteln und versuchen, des Anrufers habhaft zu werden", sagte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Zum Anruf selbst sagte sie: "Wir nehmen es auf jeden Fall sehr ernst und nicht auf die leichte Schulter." Auf der US-Militärbasis in der Eifel ist das 52. Kampfgeschwader der US-amerikanischen Luftwaffe stationiert.

( dpa )