Polizei kontrolliert mit Großaufgebot auf der Reeperbahn

Mit einem Großaufgebot hat die Hamburger Polizei Samstag- und Sonntagnacht im Vergnügungsviertel um die Reeperbahn kontrolliert. Jeweils rund 140 Beamte waren im Einsatz, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Bei 489 Überprüfungen erhielten 177 Personen Platzverweise, sie mussten die Gegend verlassen. Es gab rund 20 Festnahmen, und etwa 40 St. Pauli-Besucher kamen in Polizeigewahrsam. Die Beamten hatten es mit zahlreichen Gewalttätigkeiten und Auseinandersetzungen zu tun, es gab Widerstand gegen Polizisten und einen versuchten Autodiebstahl. Gegen einen Mann bestand ein Haftbefehl.

Als Grund für die massiven Kontrollen nannte die Polizei "die hohen Fallzahlen der Körperverletzungsdelikte und Raube in St. Pauli". Betroffen seien vor allem die Wochenenden. In den beiden Nächten besuchten insgesamt etwa 70 000 Menschen die Reeperbahn und ihre Nebenstraßen. Der Leitende Polizeidirektor Kuno Lehmann sagte: "Wir wollen erreichen, dass die überwiegend friedlichen St. Pauli- Besucher wieder gefahrlos über den Kiez bummeln können, nämlich frei von Aggression und Gewalt."

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion teilte am Sonntag mit, sie sehe in dem Polizeieinsatz ein Eingeständnis, dass die von Innensenator Udo Nagel (parteilos) eingeführte Videoüberwachung in dem Stadtteil gescheitert sei.

( lno )