Handball

HSV startet mit 39:29 gegen Melsungen

Vizemeister HSV Hamburg hat mit einem souveränen Sieg die neue Saison der Handball-Bundesliga eingeläutet und ein erstes „Ausrufezeichen“ gesetzt. Die Hanseaten gewannen am Samstag bei MT Melsungen mit 39:29 (20:10). Für die Schützlinge von Trainer Martin Schwalb war gar ein höherer Erfolg möglich.

Zwischenzeitlich lag der Europapokalsieger bereits mit 13 Toren in Führung. "Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr und in der ersten Halbzeit am oberen Limit gespielt", sagte der starke HSV-Torhüter Johannes Bitter. Trotz einiger Nachlässigkeiten im zweiten Spielabschnitt zog der Neuzugang ein positives Fazit: "Insgesamt haben wir aber ein Ausrufezeichen gesetzt."

Mitte der ersten Halbzeit deutete sich ein Debakel für die Gastgeber an. In der 10. Minute stand es bereits 14:5. Als Melsungens Trainer Robert Hedin jedoch den früheren Kieler Dennis Klockmann ins Tor beorderte, fing sich die Mannschaft. Von 13:25 (36.) holten die Nordhessen bis auf 26:30 (51.) auf. HSV-Trainer Schwalb monierte diese kurze Schwächeperiode: "So etwas darf uns natürlich überhaupt nicht passieren. Trotzdem haben wir verdient gewonnen und freuen uns über die Punkte."

Nach der zwischenzeitlichen Aufholjagd waren Melsungen Akteure mit ihrer Kraft am Ende. Die Hamburger legten noch einmal zu und profitierten in dieser Phase vor allem von der Erfahrung der Brüder Guillaume und Bertrand Gille. "Wir haben teilweise richtig guten Handball gespielt", sagte HSV-Kreisläufer Bertrand Gille, der ebenfalls die "10 bis 15 schlechten Minuten in der zweiten Hälfte" kritisierte.

Der HSV musste auf den Bundesliga-Torschützenkönig Kyung-Shin Yoon verzichten. Der Südkoreaner bestreitet derzeit mit seinem Nationalteam ein Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele und musste gegen Kuwait mit 20:28 die erste Niederlage hinnehmen. Beste HSV-Werfer gegen Melsungen waren Torsten Jansen (9 Tore) und Pascal Hens (7).

( lno )