Griechenland: Mögliche Folgeschäden

Nach dem Feuer kommt die Flut

Dem verbrannten Land droht neues Ungemach. In dem verkohlten Boden kann kein Wasser versickern. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas warnt vor Überschwemmungen.

Berlin/Brüssel. Nach den Waldbränden in Griechenland und Italien erwartet die Europäische Union (EU) schwere Folgeschäden. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte der Zeitung "Die Welt": "Nach Ende der Waldbrände droht den betroffenen Ländern eine neue Katastrophe: Es könnte bei Regenfällen zu Überschwemmungen kommen, weil der verbrannte Boden so trocken ist, dass das Regenwasser nicht versickern kann." Zudem stellten die Waldbrände eine schwere Belastung für das Klima dar.

Brandstifter sollten nach Ansicht des griechischen Umweltkommissars schlimmere Folgen zu fürchten haben. "Brandstifter sind hinterhältige Verbrecher, die mit aller Härte bestraft werden müssen." Er sei zudem dafür, die Rolle der EU bei der Feuerbekämpfung zu stärken: "Ständige Schnellreaktionskräfte könnten mit Flugzeugen zur Feuerbekämpfung ausgestattet werden."

Die Kosten von Waldbränden seien viel höher als allgemein angenommen. "Es geht nicht nur um den wirtschaftlichen Schaden, sondern auch um die langfristigen sozialen Konsequenzen. Vielen Bauern ist die Existenz unter den Füßen weggebrannt. Das führt zu Arbeitslosigkeit und dem Verlust fest gefügter sozialer Strukturen."