Greenpeace-Pilot fliegt mit 800 Ballons über Autobahnkreuz

Mit einem waghalsigen Flug über dem Maschener Kreuz hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwoch gegen Raserei auf deutschen Autobahnen protestiert.

Ein Pilot hatte sich am Morgen an 800 gebündelte Helium-Ballons gehängt und war über dem Verkehrsknotenpunkt aufgestiegen. Die schwarzen Ballons mit dem Aufdruck "CO2" symbolisierten die unsichtbaren Autoabgase, teilte Greenpeace mit. Mit der Aktion forderten die Umweltschützer Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf, ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen. "Deutschland leistet sich als einziges Industrieland der Welt weiterhin unbeschränkte und CO2-treibende Raserei", sagte Greenpeace- Klimaexperte Karsten Smid.

Am frühen Morgen hatten 25 Greenpeace-Aktivisten die Ballons mit Helium gefüllt und an einer Art Klettergeschirr mit kleiner Sitzfläche befestigt. Anschließend stieg der 41 Jahre alte britische Pilot Mike Howard für mehrere Stunden bis zu 300 Meter hoch in den Himmel. "Lenken kann er den so genannten Clusterballon nicht, er wird nur durch die Windströmungen gesteuert", erläuterte Greenpeace- Sprecherin, Simone Miller.

Der Pilot landete nach etwa 25 Kilometern in Winsen (Kreis Harburg) sicher auf einer Wiese. Verkehrsbehinderungen habe es durch diese Aktion nicht gegeben, teilte die Polizei mit. Es werde aber geprüft, ob ein Verstoß gegen das Luftfahrtgesetz vorliegt.