Sportereignis in Japan

Tenno eröffnete 11. Leichtathletik-WM in Osaka

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Japans Kaiser Akihito hat im Beisein von Kaiserin Michiko in Osaka die 11. Weltmeisterschaften in der Leichtathletik eröffnet. Mit 2003 Athleten aus 203 der insgesamt 212 Mitgliedsländer des Weltverbandes IAAF sind sie der bisher größte Völkerwettstreit der Sportgeschichte.

Osaka. Japans Kaiser Akihito hat Sonnabend im Beisein von Kaiserin Michiko in Osaka die 11. Weltmeisterschaften in der Leichtathletik eröffnet. Mit 2003 Athleten aus 203 der insgesamt 212 Mitgliedsländer des Weltverbandes IAAF sind sie der bisher größte Völkerwettstreit der Sportgeschichte. Selbst bei Olympia waren bisher nur maximal 201 Länder (Athen 2004) am Start. An neun Tagen werden bis zum 2. September 47 Goldmedaillen im Nagai-Stadion vergeben, das zum Zeitpunkt der Eröffnung in der während der WM 50 000 Zuschauer fassenden Arena 35.000 Besucher verzeichnete.

Die deutsche Delegation verzichtete auf einen Sportler als Fahnenträger, stattdessen teilten sich vier Trainer diese Rolle. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des zweimaligen WM-Dritten Michael Möllenbeck (Wattenscheid/Diskus) gehen noch 59 deutsche Athleten an den Start. Das größte Aufgebot stellen die USA mit 134 Sportlern, sie gelten nach 14 Goldmedaillen 2005 in Helsinki erneut als das mit Abstand stärkste Team.

Größte Goldhoffnungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), der sich mindestens sechs Medaillen zum Ziel setzte, sind am Freitag Speerwerferin Christina Obergföll (Offenburg) als international größte Favoritin und am Mittwoch Diskuswerferin Franka Dietzsch (Neubrandenburg), die auf ihren dritten WM-Titel hofft. Das erste Gold der WM ging bereits vor der Eröffnung an Marathonläufer Luke Kibet aus Kenia.

Im Rahmenprogramm der Feier traten unter anderem Schauspieler der in Japan berühmten Takarazuka-Show auf, die seit 1913 mit wechselndem Programm aufgeführt wird. Zudem gaben der auch in den USA bekannte Pantomime Takahiro sowie der Percussion-Künstler Naoki Ishikawa Kostproben ihres Könnens.

Unterdessen gewann der Gefängniswärter Luke Kibet aus Kenia zum Auftakt der 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften Gold im Marathon. Der 24-Jährige setzte sich bei der Hitzeschlacht nach 42,195 Kilometern in 2:15:59 Stunden durch. Ulrich Steidl (Hanau/Rodenbach) kam nach 2:30:03 als 37. ins Ziel und erlitt danach einen Kreislaufkollaps. Martin Beckmann (Leinfelden-Echterdingen) gab nach 30 Kilometern auf.

( sid )