Raubüberfall: Vor Prozess

Ex-Gärtner fällt Bohlen in den Rücken

Nach dem Überfall im vergangenen Dezember beschäftigt die Nation vor allem eine Frage: Wie viel Geld wurde dem Pop-Titanen nun eigentlich geklaut? Ausgerechnet sein ehemaliger Angestellter widerspricht Bohlens Aussage.

Tötensen. Die Leiden des nicht mehr so ganz jungen Dieter B.: Erst wurde er in den eigenen vier Wänden überfallen und ausgeraubt. Und jetzt das. Denn das öffentliche Mitleid ob dieser schändlichen Tat weicht zusehends der Frage, ob Bohlen bei der Angabe der Beutehöhe vielleicht nicht ganz die Wahrheit gesagt hat. Auf Deutsch: Wieviel Geld wurde dem Dieter jetzt eigentlich geklaut? Bohlen selbst gab bei der Polizei 60 000 Euro an.

Doch ausgerechnet der Ex-Gärtner, der wegen einer Fußverletzung nicht mehr für Bohlen arbeitet, fiel Bohlen laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung in den Rücken. Der soll nämlich der Polizei gesagt haben, Bohlen hätte bei dem Überfall zu einem der Täter gesagt, dass 40 000 Euro Beute doch genug seien. Gegenüber der "Bild" -Zeitung konstatierte Bohlens ehemaliger Angestellter: "Herr Bohlen wird vor Gericht in Erklärungsnot kommen." Denn er (der ehemalige Gärtner) werde vor Gericht auf jeden Fall die Wahrheit sagen, um sich nicht selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Der erste Prozesstermin ist für den 30. August angesetzt. Bohlen ist als Zeuge erst am zweiten Verhandlungstag am 3. September geladen. Der Prozess findet vor der auswärtigen Jugendkammer des Landgerichts Bochum in Recklinghausen statt.

Wo sind also die ominösen 20 000 Euro geblieben? Bohlen bleibt bei seiner Aussage, dass die Täter 60 000 Euro erbeutet hätten. Und wenn er von 40 000 Euro gesprochen habe, dann allenfalls im Schock. Bohlen zu "Bild": Als ich hinterher in den Tresor geguckt habe, sah ich, dass 60 000 Euro weg waren." Und überhaupt: Laut dem Produzenten ist er ohnehin nur bis 10 000 Euro Bargeld versichert. Warum solle er dann lügen. Ja, warum eigentlich?