Planetarium Hamburg: Präsentation

Ein Universum zum Googlen

Bislang konnte der geneigte Google-Besucher nur die Erde aus Satellitenperspektive bewundern. Der Blick wurde erweitert. Jetzt bietet sich dem User mit "Google Sky" auch eine kosmische Suchfunktion.

Hamburg. Eine neue Funktion bei Google Earth eröffnet jetzt über das Internet Einblicke ins Weltall. Mit dem neuen Bereich "Sky" können Nutzer den Sternenhimmel betrachten und sich per Mausklick durch die Galaxien bewegen, sagte Google-Sprecher Stefan Keuchel im Planetarium Hamburg. Zu Sternbildern, Planeten oder Nebelflecken werden unter anderem Informationen zu Position, Größe oder Umlaufbahnen bereitgestellt.

Die hochaufgelösten Weltraumbilder stammen den Angaben zufolge von wissenschaftlichen Institutionen wie dem Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore (USA). Ansichten, die zuvor nur Astronauten vorbehalten gewesen seien, ermöglichen 129 Bilder des Hubble Space Teleskop der Nasa/ESA. Animationen verdeutlichen den Verlauf der Mondphasen und die Stellung der Planeten für zwei Monate im Voraus. Außerdem werden die verschiedenen Stadien im Leben eines Sterns dargestellt.

"Google Sky" ist Bestandteil des Angebotes Google Earth, das laut Keuchel etwa 250 Millionen Menschen weltweit nutzen. Google erhoffe sich einen aktiven Austausch unter den Nutzern, sagte der Sprecher. Er gehe davon aus, dass die All-Einblicke am heimischen Computer ein Anstoß sein können, mehr Menschen für das Universum zu begeistern.

"Sky" ist in die Version 4.2 von Google Earth integriert, die unter http://earth.google.com kostenlos im Internet zur Verfügung steht.

Das Update war am Mittwoch jedoch zunächst nicht überall verfügbar. Spätestens am Donnerstag könne man es weltweit herunterladen, sagte Google-Pressesprecher Stefan Keuchel. In der ersten Version von "Google Sky" sind die Texte zunächst nur in Englisch erhältlich. Eine deutsche Version ist geplant.