Beschäftigung: Hamburger Werft

Blohm+Voss will 200 Arbeitsplätze streichen

Bis zum Jahr 2009 sollen nochmals 200 von 1100 Arbeitsplätzen wegfallen. Die Gründe: Auftragsmangel und zu hohe Kosten.

Hamburg. Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss sollen im Neubaubereich bis zum Jahr 2009 nochmals 200 von 1100 Arbeitsplätzen wegfallen. Entsprechende Informationen des Radiosenders NDR 90,3 wurden am Dienstag von einer Sprecherin des Unternehmens bestätigt. Der Bereich leide sowohl unter Auftragsmangel als auch unter zu hohen Kosten, meldete NDR 90,3. Mit dem Betriebsrat sei bereits ein Sozialplan ausgehandelt und mehr als die Hälfte der Betroffenen habe schon Ausstiegsverträge unterschrieben. Andere sollen neue Arbeitsplätze im ThyssenKrupp-Werftenverbund erhalten, also in Kiel oder Emden.

Die Neubauwerft von Blohm+Voss hat sich innerhalb des ThyssenKrupp-Verbundes auf Marineschiffe und Luxusyachten spezialisiert. Sie baut für die Deutsche Marine Korvetten und Fregatten, während die U-Boote an den anderen Standorten des Konzerns hergestellt werden. Speziell für Überwasser-Marineschiffe liegen gegenwärtig keine Aufträge aus dem Ausland vor. Zwar sind die meisten Werften weltweit auf Jahre ausgelastet, doch geht dieser Boom vor allem auf den Neubau von Handelsschiffen zurück. Aus diesem Segment hatte sich Blohm-Voss bereits vor Jahren zurückgezogen.