Private Trauerfeier für getötete Polizisten

Schäuble und engste Angehörige waren auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Die offizielle Trauerfeier findet im Berliner Dom statt.

Berlin. Mit einer Trauerfeier im privaten Rahmen haben Angehörige und Freunde die drei deutschen Polizisten geehrt, die vergangenen Mittwoch bei einem Anschlag in Afghanistan getötet wurden. An der Feier am Samstag im Freien auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel nahm auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) als oberster Dienstherr der BKA-Spezialisten mit.

Ihre sterblichen Überreste waren kurz zuvor mit einer Regierungsmaschine aus Afghanistan überführt worden. Die Fahnen auf dem Flughafen waren auf Halbmast gesenkt. Die Särge mit deutschen Fahnen bedeckt. Die Sargträger wurden je nach Herkunft der Opfer von der Landespolizei Baden-Württemberg, der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt gestellt. Im Dienst zur Sicherung der deutschen Botschaft in Kabul waren die Beamten dem BKA unterstellt.

Nach einer gerichtsmedizinischen Untersuchung stand die Überführung der Opfer in den Berliner Dom zur offiziellen Trauerfeier auf dem Programm, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen sollte. Einer der drei Getöteten hatte einige Jahre zum persönlichen Schutzkommando Merkels gehört. Er war vorübergehend an die deutsche Botschaft in Kabul versetzt worden. Im Dezember hätte er in Merkels Schutzkommando zurückkehren sollen.

Bereits am Freitag hatte in der Kabuler Botschaft im kleinen Kreis eine Trauerfeier für die Polizisten stattgefunden, die am Mittwoch mit ihrem Fahrzeug auf eine Mine aufgefahren waren. Innenstaatssekretär August Hanning und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der Berliner Innensenator Ehrhart Körting, nahmen daran teil. Hanning und Körting begleiteten auch dir Rückführung der Opfer nach Deutschland.

( AP )