Naturkatastrophe: Hunderte Tote

Starkes Erdbeben in Peru

Das Beben mit der Stärke von 7,9 verwüstete vor allem die Städte Ica und Pisco in Zentralperu. Die Erschütterung war noch in Brasilien und Ecuador zu spüren.

Lima. Beim stärksten Erdbeben seit mehreren Jahrzehnten sind in Peru mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Das Nationale Institut für Zivilverteidigung in Lima bezifferte die Zahl der Toten am Donnerstag in einer vorläufigen Bilanz auf 337.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden weit mehr als 1000 Menschen verletzt. Die Regierung bezeichnete die Lage in den Städten Ica und Pisco im Zentrum des Landes als "dramatisch".

Das Beben hatte nach Angaben des Geologischen Instituts der USA (USGS) eine Stärke von 7,9. Das peruanische Institut für Geophysik in Lima gab die Stärke mit 7,5 an. In Peru hatte es im Jahr 1970 ein Erdbeben der Stärke 7,8 gegeben, bei dem bis zu 70 000 Menschen getötet wurden.

In der Stadt Inca herrschten chaotische Verhältnisse. Mehrere Gebäude waren eingestürzt. Die Stromversorgung brach zusammen. Zahllose Verletzte strömten in die Krankenhäuser, obwohl diese durch die Erschütterungen stark beschädigt waren. Das Epizentrum des Hauptbebens, das auch in Ecuador, Kolumbien, Brasilien und Bolivien gespürt wurde, lag im Meer vor der peruanischen Küste.