Proteste bei Trafo-Transport zum AKW Krümmel

Begleitet von Protesten der Umweltorganisationen "Robin Wood" und "Greenpeace" hat der Schiffstransport mit dem neuen Transformator für das schleswig-holsteinische Atomkraftwerk Krümmel den Elbhafen von Geesthacht erreicht.

Die Polizei nahm rund 25 Demonstranten zeitweise in Gewahrsam. Mehrere Kernkraftgegner hatten sich über Nacht an der Geesthachter Elbschleuse abgeseilt, um diese zu blockieren, am Morgen aber aufgegeben. Auf Transparenten stand "AKW Krümmel stilllegen statt flicken!"

Der Ersatz für den bei der Panne Ende Juni ausgebrannten Transformator soll auf der letzten Wegstrecke per Lastwagen transportiert werden. Der Austauschtransformator kommt aus dem elbabwärts gelegenen, ebenfalls stillstehenden Atomkraftwerk Brunsbüttel.

Das Unternehmen Vattenfall will den abgebrannten Transformator von Krümmel zügig austauschen. Am 28. Juni hatte der Brand des Trafos zu einer automatischen Schnellabschaltung geführt und eine Pannenserie ausgelöst. Wann Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz gehen, ist noch unklar.