Elbtal: Gericht gibt Eilantrag statt

Dresdner Brückenbaupläne gestoppt

Das Verwaltungsgericht hat den umstrittenen Bau der Waldschlösschenbrücke in der sächsischen Landeshauptstadt überraschend gestoppt. Die Richter gaben damit einer Klage von Umweltverbänden statt.

Das Verwaltungsgericht Dresden hat den für kommenden Montag geplanten Baubeginn für die umstrittene Waldschlösschenbrücke durch das Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal gestoppt. Das bestätigte ein Gerichtssprecher auf Anfrage. Das Gericht habe einem Eilantrag der Naturschutzverbände Grüne Liga, Nabu und Bund Sachsen stattgegeben und die aufschiebende Wirkung der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss angeordnet. Das teilte der Rechtsanwalt Peter Kremer mit, der die Kläger vertritt. Ein Verfahren durch mehrere Instanzen könnte noch zwei bis drei Jahre dauern, hieß es.

Nach jahrelangem Streit sollte ursprünglich am 13. August der Brückenbau im Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal beginnen. Wegen des seit Jahren umstrittenen Bauprojektes hatte das Unesco-Welterbe-Komitee die Flusslandschaft 2006 auf die Rote Liste der gefährdeten Stätten gesetzt. Das Gremium hatte Deutschland Ende Juni ein letztes Ultimatum für die Vorlage von Alternativen zur Waldschlösschenbrücke gestellt. Wird die Brücke wie bislang geplant gebaut, wird der Welterbe-Titel aberkannt.