Korea: Schusswechsel an der Grenze

Nordkoreanische Soldaten haben nach Angaben der Regierung in Seoul in Richtung eines südkoreanischen Grenzpostens geschossen.

Seoul. Als Reaktion auf die Maschinengewehrsalven hätten südkoreanische Soldaten zehn Warnschüsse abgegeben, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums am Montag mit. Ob die Nordkoreaner absichtlich geschossen hätten oder nicht, sei zunächst unklar. Bei dem Vorfall wurde demnach niemand verletzt.

Das kommunistisch regierte Nordkorea und das kapitalistische Südkorea befinden sich offiziell noch im Kriegszustand, da sie nach dem dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) kein Friedensabkommen geschlossen hatten. Militärische Zwischenfälle an der Grenze sind nach dem ersten Nord-Süd-Gipfeltreffen im Juni 2000 seltener geworden. Ende Juli waren Gespräche wegen anhaltender Differenzen über den Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern im Gelben Meer gescheitert. Im Bemühen um eine Annäherung war Mitte Mai die Bahnverbindung zwischen beiden Ländern nach mehr als 50 Jahren probeweise wieder aufgenommen worden.

( abendblatt.de )