Nach Urteilsaufhebung durch den BGH:

Freispruch für Strauß

Der Politikersohn ist am Montag vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen worden. Der Steuerzahler trägt nun die Verfahrenskosten.

Augsburg. Der Politikersohn Max Strauß ist am Montag vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen worden. Das Landgericht Augsburg folgte damit dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 48-Jährigen eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten gefordert. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll Strauß rund 338 000 Euro Steuern hinterzogen haben. Dafür sah das Gericht aber keine ausreichenden Beweise. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse. Für eine Hausdurchsuchung erhält Strauß eine Entschädigung.

Im ersten Verfahren war der Sohn des verstorbenen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) vom selben Gericht wegen der Hinterziehung von umgerechnet 1,3 Millionen Euro Steuern zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof jedoch wegen Rechtsmängeln in der Beweiswürdigung auf und verwies das Verfahren nach Augsburg zurück. Strauß hatte stets bestritten, vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber Geld erhalten zu haben.

( dpa )