Zeremonie im Flughafen Fuhlsbüttel:

Richtfest für neue Einkaufsmeile

Das rund 90 Millionen Euro teure Gebäude soll Geschäfte und Restaurants beherbergen sowie eine zentrale Sicherheitskontrolle.

Hamburg. Mit der Zeremonie für die Shopping-Zone zwischen beiden Terminals des Hamburger Flughafens ist das Ausbauprogramm "HAM 21" fast vollendet. "Es ist der Wandel weg von einem nüchternen Flug-Bahnhof hin zu einer schnellen, funktionalen und komfortablen Reise- und Erlebniswelt für Fluggäste und Besucher", sagte Flughafenchef Michael Eggenschwiler am Donnerstag.

Umsätze aus dem sogenannten Non-Aviation-Geschäft sind für Flughäfen inzwischen ein sprudelnde Einnahmequelle und sichern somit auch Arbeitsplätze. "Das ist gut angelegtes Geld", sagte Eggenschwiler zur Investition in die Einkaufsmeile. Rund ein Drittel seines Gesamtumsatzes macht der Hamburger Flughafen inzwischen mit dem Non-Aviation-Geschäft.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) sieht in dem Flughafen einen Jobmotor für Hamburg und Schleswig- Holstein gleichermaßen. "Wir haben hier noch Potenziale, von denen andere Regionen nur träumen können", sagte der Minister. Der Flughafen mit seinen rund 12 Millionen Passagieren pro Jahr liegt direkt an der nördlichen Stadtgrenze von Hamburg. Rund ein Drittel der Fluggäste kommt nach Angaben von Austermann aus Schleswig- Holstein.

An der Zahl der Reisenden gemessen ist der Hamburger Flughafen hinter Frankfurt, München und Düsseldorf der viertgrößte Verkehrsflughafen in Deutschland. Mit seinen zwei 3600 und 3300 Meter langen Start- und Landebahnen hat Hamburg auch langfristig ausreichend Kapazität und ist für Interkontinentalflüge geeignet. Derzeit reisen die meisten Passagiere auf Deutschland- und Europastrecken. Dazu kommen Langstrecken, zum Beispiel nach Nordamerika oder Dubai.

( dpa, abendblatt.de )