Patrik Sinkewitz:

Vom Hoffnungsträger zum Dopingsünder

Hamburg. Dopingverdächtigungen lasteten schön länger auf Patrik Sinkewitz. Mit dem Verzicht auf die Öffnung der B-Probe gab der in Fulda geborene Rad-Profi des T-Mobile-Teams am Dienstag seine Dopingsünde zu. Bereits zu Juniorenzeiten stand der damalige Nachwuchsfahrer während eines Trainingslagers in den USA unter Verdacht. Zudem arbeitete er jahrelang mit dem umstrittenen Mediziner Michele Ferrari zusammen. Nur auf Druck von T-Mobile trennte er sich im Vorjahr vom Italiener.

Der größte Erfolg gelang dem 26-Jährigen mit dem Gesamtsieg bei der Deutschland-Tour 2005. Damals stand er bei der Mannschaft Quick Step unter Vertrag. In diesem Jahr gewann der T-Mobile-Fahrer beim Klassiker "Rund um den Henninger Turm" in Frankfurt.

Der 1,78 Meter große und 63 Kilogramm schwere Sinkewitz bestritt seine dritte Tour de France. Sinkewitz, der seit 2001 Profi ist, war mit großen Erwartungen gestartet, ehe er nach einem Sturz das Rennen beenden musste.

Sinkewitz spricht drei Sprachen, ist ledig und liebt italienische Küche. Als Vorbild gibt er den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna an. Sein Manager ist Tony Rominger, dem ebenfalls Doping nachgesagt wird.