Beschäftigung: Gute Konjunktur

Arbeitslosenzahl in Hamburg stark gesunken

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Hansestadt hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter entspannt. Die Arbeitslosenquote sank von 11,1 auf 9 Prozent. Für Wirtschaftssenator Gunnar Uldal weist alles auf eine stabile Entwicklung des Hamburger Arbeitsmarkts hin.

Hamburg. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Hamburg hat sich im Zuge der anhaltend guten Konjunktur weiter entspannt. Ende Juli waren in der Hansestadt 80 600 Menschen ohne Arbeit - und damit 17,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Wie die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte, sank die Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich von 11,1 auf 9,0 Prozent.

"Der Wachstumskurs der Hamburger Wirtschaft ist stabil, die wirtschaftliche Dynamik ungebrochen", sagte der Chef der Regionaldirektion, Jürgen Goecke. Die saisonal übliche Zunahme der Arbeitslosenzahl zum Vormonat fiel im Juli mit 160 minimal aus. In diesem Monat melden sich Jugendliche vor oder nach der Ausbildung vermehrt arbeitslos; außerdem stellen Betriebe in der Ferienzeit weniger ein. Überdurchschnittlich stark sank im Vorjahresvergleich die Zahl der Arbeitslosen über 50 und unter 25 Jahren. Gleiches gilt für Langzeitarbeitslose, die länger als ein Jahr ohne Job waren.

Weiter kräftig im Plus liegt Hamburg bei der Beschäftigungsentwicklung: Nach den aktuellsten Daten von Ende Mai wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 771 600. Im Bundesdurchschnitt betrug der Anstieg 2,0 Prozent. Mehr Beschäftigung verbuchten in Hamburg Dienstleistungen für Unternehmen (plus 12 000), Verkehr und Nachrichtenübermittlung (plus 3600) und das Gastgewerbe (plus 1800). Stellenabbau gab es bei Banken, Versicherungen und in der öffentlichen Verwaltung.

Erfreut reagierte Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) auf die Gesamtentwicklung: "Der nur leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Monat Juli ist für diese Jahreszeit eher ungewöhnlich und weist auf eine stabile Entwicklung auf dem Hamburger Arbeitsmarkt hin." Für August rechnet die Behörde für Wirtschaft und Arbeit mit deutlich mehr Arbeitslosen. Hintergrund: Ausländer, die in Deutschland geduldet werden, dürfen sich von diesem Monat an eine Beschäftigung suchen und sich auch offiziell arbeitslos melden. Für Hamburg dürfte es sich Schätzungen zufolge um 2000 bis 3000 Menschen handeln, hieß es.

In Schleswig-Holstein sind derzeit 118 500 Menschen ohne Arbeit und damit 13,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Im Vergleich zum Juni war dies ein Zuwachs um 2 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 8,4 Prozent.