Radsport: Tour de France

Rasmussen ist draußen

Statt nach Paris muss der Däne Michael Rasmussen, ehemals Spitzenreiter der Tour de France, nach Hause fahren. Das Team Rabobank zog mit seiner Entscheidung die Notbremse, nachdem der Fahrer wegen Versäumnissen bei Doping-Krontrollen stark in der Kritik stand.

Col d' Aubisque. Der aktuelle Spitzenreiter der Tour de France, der Däne Michael Rasmussen, ist von seinem Team aus dem Rennen genommen worden. Das gab das Team Rabobank am späten Mittwochabend bekannt, ohne zunächst Details zu nennen. Rasmussen stand zuletzt scharf in der Kritik, weil er den Doping-Behörden mehrmals seinen Aufenthaltsort nicht mitgeteilt hatte.

Die Entwicklung macht die laufende Tour immer mehr zur Farce. Am Mittwoch war bereits der Cofidis-Fahrer Cristian Moreni positiv auf Doping getestet worden, woraufhin sich sein Team aus der Rundfahrt zurückzog. Am Vortag hatte sich das Team Astana auf Druck der Tour-Leitung zurückgezogen, nachdem dessen Profi Alexander Winokurow positiv auf Blut-Doping getestet worden war. Für Astana fuhr auch der Deutsche Andreas Klöden. Die Tour-Veranstalter hatten am Dienstag bekräftigt, die Rundfahrt werde trotz allem fortgesetzt.

Die Deutsche Telekom mit ihrem T-Mobile-Team erklärte bereits vor Tagen, nach dem Ende der Rundfahrt über ihr weiteres Engagement zu entscheiden. Hintergrund ist die positive A-Probe des T-Mobile-Fahrers Patrik Sinkewitz.