nach Gebührenboykott:

Kunsthochschule exmatrikuliert 269 Studenten

Sollten die Betroffenen bis Ende des Sommersemesters am 30. September doch noch zahlen, würden sie jedoch ohne weitere Voraussetzungen wieder immatrikuliert.

Hamburg. Rund die Hälfte aller Studenten der Hochschule für bildende Künste (HfbK) in Hamburg wird nach einem Gebührenboykott exmatrikuliert. HfbK-Präsident Martin Köttering teilte am Donnerstag in der Hansestadt mit, nach einer "rechtlichen Feststellung" der Wissenschaftsbehörde sei er gezwungen, 269 der 571 Studierenden von der Hochschule auszuschließen, die ihre Gebühren in Höhe von 500 Euro nicht bezahlt haben. Köttering betonte, sollten die Betroffenen bis Ende des Sommersemesters am 30. September doch noch zahlen, würden sie ohne weitere Voraussetzungen wieder immatrikuliert.

Nach Angaben der Hochschule sind 442 Kunststudenten gebührenpflichtig. 173 von ihnen hätten die 500 Euro an die Hochschule überwiesen, 269 hätten ihre Gebühren auf das Boykottkonto eingezahlt. Die HfbK ist damit bundesweit die einzige Hochschule, an der ein Boykott der Studiengebühren zu Stande kam. In Deutschland werden neben Hamburg in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Studiengebühren erhoben. Hessen und das Saarland wollen sie im Wintersemester einführen.