Delegation verhandelt in der Roten Moschee

Islamabad. Vier Tage nach Beginn des Konflikts um die Rote Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben die radikalen Koranschüler eine fünfköpfige Verhandlungsdelegation auf das Gelände gelassen. Sie hätten Medizin und Nahrungsmittel gebracht, verlautete aus Islamabad. Zudem wollten sie den radikalen Prediger Abdul Rashid Ghazi zur Aufgabe überreden. In der Moschee haben sich noch immer Hunderte radikale Koranschüler verschanzt, die einen weltlichen Staat ablehnen und mit den Taliban im benachbarten Afghanistan sympathisieren.

Nach unbestätigten Angaben von Koranschülern sollen auf dem Moscheegelände zahlreiche Leichen liegen, die in der Hitze verwesten. Die Armee hatte den Komplex, zu dem zwei Koranschulen gehören, mehrfach beschossen. Nach Ghazis Angaben wurden 80 Menschen dabei getötet. Die in der Roten Moschee verschanzten islamistischen Militanten lehnten eine Kapitulation weiter ab. Vielmehr wollten sie nach den Worten ihres Anführers bis zum Tode kämpfen.