Warnstreiks: Entwarnung

Bahn in Hamburg planmäßig

Zwar wollen die Bahngewerkschaft Transnet und die Verkehrsgewerkschaft GDBA ihre Warnstreiks fortsetzen - Hamburg ist davon jedoch nicht betroffen.

Hamburg. Nach den Verspätungen am Dienstag können die Menschen im Norden am Mittwoch wieder mit normaleren Fahrtzeiten rechnen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat nicht zu neuen Warnstreiks aufgerufen. Die Bahngewerkschaft Transnet und die Verkehrsgewerkschaft GDBA wollen ihre Warnstreiks zwar fortsetzen, Hamburg sei bei den insgesamt 13 Standorten jedoch nicht dabei, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet in Berlin. "Es könnte jedoch zu Zugverspätungen durch Streiks an anderen Standorten kommen", sagte der Sprecher.

Am Dienstag hatte der Warnstreik der Lokführer den Zugverkehr in Norddeutschland behindert, das zuvor befürchtete Chaos auf Bahnhöfen und Straßen blieb aber weitgehend aus. Zwischen 5 und 9 Uhr fielen etwa 30 Prozent aller Nahverkehrszüge in Hamburg und Schleswig- Holstein aus, wovon besonders die Berufspendler betroffen waren. Nach Angaben eines Bahnsprechers wurden auch 25 Prozent der Fernzüge gestrichen. Die Bahn bemühte sich, möglichst viele Lokomotiven mit Beamten zu besetzen, die nicht streiken dürfen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert bis zu 31 Prozent mehr Lohn. Laut GDL, die nach eigenen Angaben 75 Prozent der Deutsche Bahn-Lokführer vertritt, liegt der Verdienst bisher ohne Zulagen zwischen 1970 und 2142 Euro brutto. Die Gewerkschaften GDBA und Transnet fordern sieben Prozent mehr Lohn oder mindestens 150 Euro im Monat für jeden Beschäftigten.