Wilhelmsburg: Nach tragischem Tod eines Zweijährigen

Polizei ermittelt gegen Eltern

Der kleine Junge war beim Spielen mit seinem Dreirad in einen Entwässerungsgraben gefallen. Die Mutter konnte ihr Kind nur noch leblos aus dem Wasser ziehen. Hätten die Eltern besser aufpassen müssen?

Hamburg. Nach dem Ertrinken eines Zweijährigen in einem Wassergraben in Hamburg-Wilhelmsburg wird gegen die Eltern wegen des Verdachts auf Verletzung ihrer Aufsichtspflicht ermittelt. Das Kleinkind war am Sonnabend mit seinem Dreirad aus ungeklärter Ursache in einen Entwässerungsgraben gefallen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Mutter suchte ihr Kind und konnte den Zweijährigen nur noch leblos aus dem Wasser ziehen. Nach mehreren Wiederbelebungsversuchen starb der Junge im Krankenhaus.

Nach Polizeiangaben wird nun auch geprüft, ob es sich bei dem Wassergraben um eine Gefahrenstelle handelt, die von der Stadt Hamburg gesichert werden müsste. Bevor entsprechende Konsequenzen gezogen werden könnten, müssten aber zunächst die genauen Umstände dieses tragischen Unglücks untersucht werden, sagte eine Polizeisprecherin.

Der kleine Junge war am Samstagabend mit seinem Dreirad eine Straße in der Nähe der elterlichen Wohnung herunter gefahren, als er in eine parallel zur Straße verlaufende Regenrinne geriet. Diese mündet in den etwa drei Meter breiten Entwässerungsgraben, in dem das Kind ertrank.