Streiks kaum noch abwendbar:

Bahn bietet den Gewerkschaften "etwa zwei" Prozent an

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA wiesen das Angebot als „Almosen“ zurück, mit dem die Beschäftigten verhöhnt würden.

Frankfurt/Main. Die Deutsche Bahn AG hat den Gewerkschaften in der laufenden Tarifrunde am Dienstag ein erstes Angebot unterbreitet. Es belaufe sich auf "etwa zwei Prozent", verlautete aus Teilnehmerkreisen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen hatte am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main begonnen.

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA wiesen das Angebot als "Almosen" zurück, mit dem die Beschäftigten verhöhnt würden. Sie waren mit einer Forderung von sieben Prozent oder mindestens 150 Euro in die Tarifverhandlungen gegangen.

Die kleinere Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die einen eigenen Tarifvertrag für das fahrende Personal mit Einkommenserhöhungen um bis zu 31 Prozent fordert, sitzt nicht mit am Verhandlungstisch. GDL-Chef Manfred Schell bekräftigte am Dienstag die Drohung, schon in der kommenden Woche mit Warnstreiks zu beginnen. "Der Streik ist praktisch nicht mehr abwendbar", sagte Schell im ARD-Morgenmagazin. Am Montag werde die Öffentlichkeit über Einzelheiten informiert.

Die Bahn lehnt einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer ab. "Die GDL will die Spaltung der Belegschaft herbeiführen", kritisierte Suckale. "Es ist unverantwortlich, eine Streikankündigung zu machen, bevor man sich an den Verhandlungstisch setzt."

( AP/dpa/abendblatt.de )