Unwetter hielt Hamburger Feuerwehr auf Trab:

79 Einsätze in 44 Minuten

Nach heftigen Regenfällen und Gewittern sind am Mittwochabend in Hamburg und Schleswig-Holstein zahlreiche Keller voll gelaufenen und Straßen überflutet worden. In Rahlstedt schlug ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein und riss ein vier Quadratmeter großes Loch in das Dach.

Hamburg. "Wir hatten innerhalb von 44 Minuten 79 Einsätze. Für einen so kurzen Zeitraum war das schon ziemlich heftig", sagte ein Feuerwehrsprecher in Hamburg. Größere Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. 206 Helfer von Feuerwehren und THW waren im Einsatz. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben und schwere Gewitter angekündigt.

In Pinneberg und benachbarten Gemeinden musste die Feuerwehren innerhalb von 90 Minuten 84 Mal ausrücken, zwei Drittel der Einsätze waren in der Kreisstadt nötig. Zahlreiche Keller und Straßen standen in der Kreisstadt unter Wasser, viele Geschäfte in der Fußgängerzone sowie ein Seniorenheim, in dem der Fahrstuhlschacht vollgelaufen war, waren ebenfalls betroffen. Anrufer meldeten nach Angaben der Feuerwehr teilweise bis zu einen Meter Wasser.

Auch in den Pinneberger Nachbargemeinden Rellingen, Appen, Halstenbek, Ellerbek, Tangstedt sowie in Hasloh und Bönningstedt waren die freiwilligen Feuerwehren beim Beseitigen der angerichteten Schäden gefordert.

In Rahlstedt schlug nach Angaben der Feuerwehr ein Blitz in die Giebelwand eines Einfamilienhauses ein und riss ein zwei mal zwei Meter großes Loch auf. Die Bewohnerin habe ein Knalltrauma erlitten, Feuer sei jedoch nicht ausgebrochen.

Ein weiterer Blitzschlag setzte in Wentorf den Dachstuhl eines Reetdachhauses in Brand. Wie ein Polizeisprecher berichtete, brannte der gesamte Dachstuhl innerhalb weniger Minuten lichterloh. Menschen wurden nicht verletzt, es entstand ein Schaden von mehr als 100 000 Euro.