Vorläufiges Obduktionsergebnis:

Wussow starb eines natürlichen Todes

Eine erste Untersuchung ergab keinerlei Spuren von Fremdeinwirkung. Gewissheit wird aber erst die endgültige Obduktion in knapp einer Woche bringen.

Frankfurt. Der Leichnam des Schauspielers war am Donnerstag aufgrund einer Strafanzeige obduziert worden. Ein Arzt aus München, der laut Staatsanwaltschaft angab, ein Freund des Schauspielers gewesen zu sein, hatte Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts eines unnatürlichen Todes erstattet. Dem Ergebnis der vorläufigen Obduktion zufolge hatte Wussows Tod aber einen natürlichen Grund. Es gebe keine Anzeichen für äußerliche Verletzungen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder am Donnerstag.

Laut Staatsanwaltschaft liegt das endgültige Obduktionsergebnis aber erst in knapp einer Woche vor. Die feingeweblichen Untersuchungen und Laboruntersuchungen stehen demnach noch aus. Wussow war am Dienstag im Alter von 78 Jahren gestorben. In den vergangenen Jahren hatte er mehrere Schwächeanfälle erlitten. Zuletzt wurde er in einer Berliner Klinik behandelt und litt laut Medienberichten an Altersdemenz. Der Schauspieler wurde vor allem als Professor Brinkmann in der Fernsehserie "Schwarzwaldklinik" bekannt.

Nach dem Krebstod seiner dritten Ehefrau, Yvonne Wussow, im vergangenen Herbst war es ebenfalls zu polizeilichen Ermittlungen gekommen. In ihrem Umfeld hatte es damals Zweifel daran gegeben, dass die Krankheit der 51-Jährigen die Todesursache war. Die Obduktion hatte aber keine Hinweise auf einen nicht natürlichen Tod erbracht. Zuletzt war Wussow in vierter Ehe mit der Witwe von Box-Legende Bubi Scholz, Sabine Scholz, verheiratet.