Fahrpreis-Erhöhung:

Taxitarife steigen um 2,5 Prozent

Ungeachtet der Proteste von Hamburger Taxifahrern hat der Senat zum ersten Juli eine Anhebung der Taxitarife um durchschnittlich 2,5 Prozent beschlossen.

Hamburg. Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko kommentierte die Preiserhöhungen mit den Worten: "Wir erkennen mit der Anhebung der Tarife die Leistungen des Gewerbes für einen besseren Kundenservice an. Die Taxenunternehmen sollen auch Anschluss an die gute wirtschaftliche Entwicklung in Hamburg behalten." Was wie eine Belohnung klingt, dürfte für viele Taxifahrer eher einem Schlag ins Gesicht gleichkommen. Wie berichtet, befürchten viele von ihnen, dass die Fahrgastzahlen in Anbetracht der höheren Preise weiter abnehmen könnten. Außerdem machen die veränderten Tarife eine kostenintensive Umstellung der Taxameteruhren erforderlich.

Martin Berndt, Geschäftsführender Vorstand des Hamburger Taxenverbandes, kritisiert, dass der Senat an der falschen Stelle ansetze. Anstatt die Preise anzuheben, sollten Berndt zufolge lieber die Kosten für die Konzession der Taxiunternehmer gesenkt werden. So könnte die Wirtschaftlichkeit der Taxiunternehmen steigen, ohne das Portemonnaie der Fahrgäste zu belasten.

Doch die Realität sieht zum 1. Juli anders aus: Dann wird sich die Tarifanhebung besonders im Nahbereich bemerkbar machen. Auf den stärker frequentierten kurzen Strecken bis zehn Kilometer steigen die Fahrpreise zwischen 1,6 Prozent und 5,4 Prozent an. Auf längeren Strecken ab elf Kilometern kommt es dagegen zu einer Verbilligung zwischen 0,2 Prozent und 0,4 Prozent.