VW-Affäre: Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter legt Geständnis ab

Uhl muss 39 200 Euro Strafe zahlen

Hans-Jürgen Uhl war im Zusammenhang mit dem VW-Skandal um Lustreisen auf Firmenkosten der Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen und falscher eidesstattlicher Versicherungen beschuldigt worden.

Wolfsburg. Nach seinem umfassenden Geständnis vor dem Amtsgericht Wolfsburg sagte Uhl in einem Schlusswort: "Ich bereue das, was ich getan habe und stehe dafür ein." Er bitte diejenigen, die er enttäuscht habe, um Verzeihung.

Der frühere VW-Betriebsrat hatte seine Verstrickung in die Affäre lange geleugnet. Ursprünglich waren für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt. Nach dem Geständnis Uhls verzichtete das Gericht aber darauf, Zeugen zu hören.

Im ersten Prozess der VW-Affäre war Ex-Arbeitsdirektor Peter Hartz im Januar vom Landgericht Braunschweig wegen Untreue und Begünstigung des früheren Betriebsratschefs Klaus Volkert zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von rund 576 000 Euro verurteilt worden.