Nach Groß-Razzia in linker Szene:

Demonstration in Hamburg

Die etwa 500 Protestler trugen Transparente mit Aufschriften wie "Für Meinungsfreiheit - Stop Repression“.

Hamburg. "Die Kundgebung verlief ruhig und ohne Zwischenfälle", sagte ein Polizeisprecher. Ein großes Polizeiaufgebot begleitete die Kundgebung in der Hansestadt. An der Spitze des Demonstrationszuges gingen etwa 50 so genannte Autonome. Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie "Für Meinungsfreiheit - Stop Repression". Nach dem Zug durch den Stadtteil St. Pauli endete die Demonstration vor dem alternativen Kulturzentrum "Rote Flora". Am späten Abend sollte nach Polizeiangaben noch ein Konzert stattfinden.

Ermittler von Bundesanwaltschaft und Polizei hatten am Mittwochmorgen elf Objekte in Hamburg und Schleswig-Holstein durchsucht. Die Maßnahme wurde mit dem Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung begründet. Es ging dabei um Brandanschläge aus den Jahren 2002, 2004 und 2006, bei denen ein linksextremer Hintergrund vermutet wird. Die Taten wurden in Bad Oldesloe, Glinde und Berlin verübt.