Doping: Nach Geständnis-Welle

Jan Ullrich wollte Angela Merkel treffen

Selbst wenn der ehemalige Telekom-Fahrer nicht gedopt hat - sein Ruf ist hin. So suchte der Ex-Rad-Star Rehabilitation bei der höchsten Instanz: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Wunsch von Jan Ullrich nach einem Treffen abgelehnt. Ein Regierungssprecher bestätigte am Dienstag eine Meldung der Zeitschrift "Sport-Bild" (Mittwoch-Ausgabe) und erklärte, es habe eine entsprechende Anfrage auf Beamtenebene gegeben. Wie der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg der Zeitschrift erklärte, habe der zuständige Mitarbeiter im Kanzleramt klargestellt, dass ein Treffen mit dem unter Dopingverdacht stehenden früheren Rad-Star nicht in Betracht komme.

Wie es weiter heißt, habe Ullrichs Freund und Geschäftspartner Michael Stehle per E-Mail um eine Zusammenkunft gebeten. Ziel des Gesprächs sollte die "Rehabilitierung seiner Reputation durch eine angemessene Würdigung seiner Verdienste und Leistungen" sein. Der inzwischen zurückgetretene Tour-de-France-Sieger von 1997 habe die Kanzlerin an den Bodensee einladen wollen. Ullrich war im Vorjahr wegen seiner Verwicklung in den spanischen Dopingskandal kurz vor dem Tour-Start von den Organisatoren ausgeschlossen und später vom T- Mobile-Team entlassen worden.

( dpa )