Haspa erwägt Verkauf von Immobilien

Die größte deutsche Sparkasse, die Hamburger Haspa, denkt über den Verkauf eines Teil ihrer Immobilien nach. Das Kreditinstitut erwägt die Veräußerung von etwa 100 Filialen sowie weiteren Gebäuden in Fremdnutzung.

Die Filialen will die Haspa demnach langfristig, im Schnitt bis zu zehn Jahre, zurückmieten, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Dienstag. Die Transaktion habe einen Gesamtwert von 350 bis 400 Millionen Euro.

"Derzeit läuft eine Prüfung, ob das bisherige Vorgehen einer sukzessiven Veräußerung einzelner Immobilien weiterhin zielführend ist", sagte eine Haspa-Sprecherin. "Sollte sich die Haspa-Gruppe nach dieser Prüfung für eine Paket-Veräußerung entscheiden, würden nur Preisvorstellungen erheblich oberhalb der genannten Spanne in Betracht kommen." Weitere Angaben machte sie zunächst nicht.

Bereits im Oktober 2006 hatte die Haspa dem Bericht zufolge angekündigt, sich von Immobilien trennen zu wollen. Demnach habe die Haspa inzwischen indikative Angebote für die Immobilien erhalten. Zu den Interessenten gehörten der Hamburger Immobilienbesitzer Dieter Becken und die Investmentbank Morgan Stanley. Immobilien gelten seit Monaten als eines der begehrtesten Investitionsziele internationaler Investoren in Deutschland.