Sicherheitslücke: Auf Architekten-Website

Pläne für US-Botschaft im Internet

Googeln kann man mittlerweile ja fast alles. Die Informationsflut macht vor nichts halt. Jetzt konnte man im Netz sogar den Grundriss der stark gesicherten neuen US-Botschaft finden. Und auch wenn die Daten verteidigungstechnisch nicht wirklich relevant sind – erheitert hat die Panne potenzielle USA-Gegner mit Sicherheit.

Washington. Durch eine schwere Sicherheitspanne sind am Donnerstag Pläne für die im Bau befindliche neue US-Botschaft in Bagdad ins Internet gelangt. Computermodelle der stark gesicherten größten diplomatischen Mission der USA im Ausland waren auf der Website des Architekturbüros Berger Devine Yaeger zu finden, das mit den Planungen beauftragt ist. Nach einer Beschwerde des US-Außenministeriums wurden die Bilder von der Website entfernt.

"Wir arbeiten sehr hart daran, die Sicherheit unserer Beschäftigten im Ausland zu garantieren", sagte Ministeriumssprecher Gozalo Gallegos. "Diese Art von Informationen in der Öffentlichkeit läuft unseren Bestrebungen zuwider." Auf den zehn Bildern waren unter anderem der Grundriss der rund 600 Millionen Dollar (450 Millionen Euro) teuren Botschaftsanlage, einzelne Gebäude, Swimmingpool und Freizeiteinrichtungen sowie die Residenzen des Botschafters und seines Stellvertreters zu sehen.

Ein Sprecher des Bauunternehmens Louis Berger Group, des Mutterkonzerns von Berger Devine Yaeger, erklärte, die Pläne stammten aus einem sehr frühen Stadium und seien möglichen Feinden keine Hilfe. "Mit Google Earth bekommt man einen besseren Eindruck davon, wie es dort tatsächlich aussieht", sagte Louis-Berger-Sprecher Jeffrey Willis.