Formel 1: Teamorder-Posse von Monaco beendet

Freispruch für McLaren-Mercedes

Die Silberpfeile haben auch das Rennen am grünen Tisch im Eiltempo gewonnen: Der Automobil-Weltverband FIA bewertet die Aktionen von McLaren-Mercedes während des Rennens als "vollkommen legitim".

Paris. Der spektakuläre Doppelsieg der "Silberpfeile" in Monaco ist am grünen Tisch bestätigt worden. Nach Auswertung des Funkverkehrs zwischen Team und Fahrern sowie weiterer Daten hat der Internationale Automobilverband FIA entschieden, keine Sanktionen gegen McLaren-Mercedes zu verhängen. Drei Tage nach dem Großen Preis von Monaco sprach die FIA das englisch-deutsche Formel-1-Team damit vom Verdacht der Teamorder frei. Es sei klar, dass die Aktionen von McLaren während des Rennens "vollkommen legitim waren und keine weiteren Maßnahmen notwendig" sind.

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) hatte am Sonntag das fünfte Saisonrennen an der Cote d'Azur eindrucksvoll vor seinem Rennstall- Rivalen Lewis Hamilton (England) gewonnen. Das Ergebnis war 24 Stunden nach dem Zieleinlauf in Frage gestellt worden, weil die FIA Untersuchungen gegen McLaren einleitete. Grundlage der Ermittlungen sei ein möglicher Verstoß gegen den internationalen Sport-Code.

In Monaco tauschten die beiden Silberpfeile nicht einmal die Ränge auf der Rennstrecke, Alonso kam etwa vier Sekunden vor Hamilton ins Ziel. Dennoch war die Entrüstung ob des vom Team zurückgehaltenen Jungstars Hamilton in dessen Heimat groß. Der "Daily Mirror" schrieb, dass Hamiltons Traum von Teamchef Ron Dennis sabotiert worden sei.

Die FIA stellte dagegen in ihrer Urteilsbegründung klar: "Es ist ein normaler Vorgang für ein Team, seine Fahrer aufzufordern, langsamer zu fahren, wenn sie einen deutlichen Vorsprung haben."