Handball-Bundesliga

HSV wahrt Chance auf Titel: 33:28 gegen TBV Lemgo

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Der HSV Hamburg hat seine Minimalchance auf den Titelgewinn in der Handball-Bundesliga gewahrt. Mit einem 33:28 (13:15) über den TBV Lemgo zogen die Gastgeber am Samstag vor 13 300 Zuschauern in der Color-Line-Arena mit Tabellenführer THW Kiel gleich.

Der Rekordmeister aus Schleswig-Holstein patzte beim Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt mit 36:41. Nun hofft der HSV auf einen weiteren Ausrutscher der punktgleichen Kieler im abschließenden Saisonspiel am nächsten Samstag. Der THW erwartet in eigener Halle die HSG Nordhorn, während die Hamburger bei Frisch Auf Göppingen vor der vermeintlich leichteren Aufgabe stehen.

Egal wie die Saison auch endet, der HSV kann schon jetzt die erfolgreichste Spielzeit seiner Geschichte feiern. Nach dem Gewinn des Europacups der Pokalsieger steht nun mindestens der zweite Platz in der als derzeit stärksten Liga der Welt geltenden deutschen Eliteklasse zu Buche.

Die Gastgeber mussten sich den Erfolg schwer erkämpfen. Sie begannen nervös und lagen schnell mit 0:2 im Rückstand. Erst in der fünften Minuten gelang ihnen das erste Tor. Dank der Reaktionsstärke von Schlussmann Goran Stojanovic - der Serbe parierte zwei Siebenmeter - konnten die konterstarken Ostwestfalen nicht enteilen. Im Angriff leisteten sich die Norddeutschen jedoch mehrfach technische Fehler und vergaben zahlreiche Möglichkeiten. Erst in der Schlussphase drehten die Hamburger unter dem Jubel der Zuschauer auf und machten den letztlich klaren Erfolg perfekt.

Kyung-Shin Yoon war mit neun Torfen erneut der treffsicherste Hamburger. Bereits im Hinspiel gegen Lemgo waren ihm unglaubliche 18 Treffer gelungen. Im zweiten Abschnitt explodierte er förmlich und traf binnen sechs Minuten vier Mal. Der Südkoreaner steht mit nunmehr 236 Treffern zum siebenten Mal vor dem Gewinn der Torjäger-Kanone.

Nach der Partie wurden sechs Spieler verabschiedet. Der 41 Jahre alte Torwart bleibt dem HSV als Torwarttrainer erhalten. Thomas Knorr wird Spieler-Trainer beim VfL Bad Schwartau, Roman Pungartnik spielt künftig für den VfL Gummersbach. Igor Lawrow kehrt nach Russland zurück, und die Talente Tobias Mahncke und Hanno Holzhüter spielen ab der nächsten Saison für Bad Schwartau.

( lno )