Fünf Tote bei israelischem Luftangriff auf Hamas in Gaza

Israel hat im Zuge seiner Luftoffensive gegen die palästinensische Hamas am Samstag mindestens fünf Kämpfer getötet. Sanitätern zufolge wurden bei dem Angriff nahe eines Kindergartens 30 Menschen verletzt.

Gaza. Israel hat im Zuge seiner Luftoffensive gegen die palästinensische Hamas am Samstag mindestens fünf Kämpfer getötet. Sanitätern zufolge wurden bei dem Angriff nahe eines Kindergartens 30 Menschen verletzt. In dem Gebäude barsten die Scheiben, Kindergartenkinder suchten in Panik Schutz. Wegen des anhaltenden Beschusses der südisraelischen Stadt Sderot durch palästinensische Extremisten hat die israelische Luftwaffe vermehrt die radikal-islamische Hamas ins Visier genommen. Zudem nahm die Armee Israels mit Staatsminister Wasfi Kabha ein zweites Hamas-Mitglied der palästinensischen Einheitsregierung fest.

Die jüngsten Angriffe galten einer Wohnanlage der Hamas-Exekutiv-Einheit in Gaza-Stadt und einem Wachhäuschen vor dem Haus des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija. Die massiven Luftschläge machten die Gebäude dem Erdboden gleich. Augenzeugen zählten bis Samstagmittag sieben Angriffe der Luftwaffe, bereits in der Nacht hatten fünf Angriffe mehrere Passanten verwundet. Die israelische Armee bestätigte bislang acht Luftangriffe. Der bewaffnete Arm der Hamas erklärte, man erwäge, dem von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vorgeschlagenen Waffenstillstand zuzustimmen. Ungeachtet dessen feuerten Extremisten aus dem Gazastreifen mindestens fünf Raketen nach Israel ab. Opfer gab es dabei nicht.

Seit Beginn der Luftangriffe Mitte des Monats wurden mehr als 40 Palästinenser getötet. Israel reagiert damit auf Angriffe palästinensischer Extremisten, die in den vergangenen zehn Tagen mehr als 220 Raketen abfeuerten.

In einer separaten Aktion nahmen israelische Soldaten am frühen Samstagmorgen im Westjordanland Wasfi Kabha fest. Erst am Donnerstag hatte sie Bildungsminister Nasser al-Schaer und 32 andere Hamas-Funktionäre gefangen genommen. Die Palästinenser forderten die Europäische Union (EU) und die USA auf, bei Israel auf eine Freilassung der Minister und Abgeordneten zu drängen, wie der Berater von Präsident Mahmud Abbas, Saeb Erekat, erklärte.