Greenpeace: USA wollen auf G-8-Gipfel den Klimaschutz bremsen

Die USA wollen sich nach Darstellung von Greenpeace auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm den ehrgeizigen Klimaschutzzielen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister Tony Blair widersetzen.

London. Die USA wollen sich nach Darstellung von Greenpeace auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm den ehrgeizigen Klimaschutzzielen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister Tony Blair widersetzen. Die Umweltorganisation veröffentlichte einen Entwurf der G-8-Klimaerklärung mit kritischen Anmerkungen, die laut Greenpeace von der US-Regierung stammen.

Darin heißt es: "Die USA haben ernste, fundamentale Bedenken über diesen Erklärungsentwurf." Es würden "mehrere 'rote Linien' überschritten, auf eine Art, die nicht hinnehmen können", heißt es den Angaben zufolge weiter. Es gebe eine "fundamentale Opposition zur deutschen Position".

Merkel will auf dem Gipfel Anfang Juni für eine weltweite Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes werben. Der Entwurf enthält die Verpflichtung, den Anstieg der Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert auf zwei Grad zu begrenzen.

Die CDU-Politikerin hatte am Donnerstag im Bundestag die Erwartungen an den G-8-Gipfel beim Thema Klimaschutz gedämpft und auf die Schwierigkeit verwiesen, die europäischen Ziele auf die G-8 zu übertragen. "Auf internationaler Ebene ist die Interessenlage deutlich widersprüchlicher", sagte die Kanzlerin. Die US-Regierung hat als einziger G-8-Teilnehmer das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert.