Rote Zahlen:

Conergy macht Verluste und ist optimistisch

Investitionen in die eigene Fertigung haben das Ergebnis beim Solarkonzern Conergy im ersten Quartal mit 1,5 Millionen Euro belastet. Von dem laufenden Geschäftsjahr verspricht sich das Unternehmen dennoch deutliche Zugewinne.

Hamburg. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt 6,1 Millionen Euro nach minus 8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte das im TexDAX notierte Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Den Fehlbetrag begründete die Gesellschaft zum Teil mit dem Bau der Solarmodul-Fertigung in Frankfurt (Oder), die das Ergebnis im ersten Quartal mit 1,5 Millionen Euro belastet. Nach Zinsen und Steuern lag das Konzernergebnis bei minus 4,9 (Vorjahr: minus 4,5) Millionen Euro.

Trotz der Anfangsverluste verspricht sich das Unternehmen von dem laufenden Geschäftsjahr noch deutliche Zugewinne. Demnach soll der Umsatz auf 1,25 Milliarden Euro steigen und der Überschuss auf 60 Millionen Euro verdoppelt werden.

Bereits im ersten Quartal verzeichneten die Hamburger einen Umsatz-Zuwachs von 101 Prozent auf 173,1 Millionen Euro. Wesentlichen Anteil daran hatte das stark wachsende Auslandsgeschäft, das bereits 49 Prozent des Umsatzes ausmacht. Wichtige Märkte sind vor allem Südeuropa, Asien und Nordamerika. In einigen Ländern wurden Förderprogramme für Solarstrom nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) aufgelegt. Conergy will auch künftig die Hälfte seines Umsatzes im Ausland erzielen.

Conergy ist bislang vor allem ein Zwischenhändler von Solarmodulen. Die Fabrik in Frankfurt (Oder), durch die sich die Hamburger von Lieferanten unabhängiger machen wollen, ist ein wichtiger Baustein in der Strategie von Conergy. Die Produktion soll im Sommer dieses Jahres anlaufen. Die nötigen Rohstoffe für die Fertigung sind nach den Angaben des Unternehmens weitgehend gesichert.