Senat will mit neuer Behörde Talente nach Hamburg locken

Mit einer neuen Behörde will der Hamburger Senat die internationale Konkurrenzfähigkeit der Stadt verbessern und für hoch qualifizierte Menschen interessanter machen. Die Institution soll aus der bisherigen Behörde für Wissenschaft und Forschung hervorgehen, die um zusätzliche Bereiche wie Metropolentwicklung oder Talentanwerbung erweitert wird.

Durch die Ansiedlung der neuen Behörde sowie der Umweltbehörde in Harburg und Wilhelmsburg soll zudem die Achse nach Süden erschlossen und der angekündigte "Sprung über die Elbe" vollzogen werden.

"Hamburg hat das Zeug und den Willen, sich an die Spitze der erfolgreichen Metropolen zu setzen", sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) am Sonnabend nach einer Klausurtagung des Senats. Um Talente beispielsweise aus Shanghai oder St. Petersburg zu locken und begabte Hamburger zu halten, müsse Hamburg noch urbaner, kreativer und lebendiger werden.

Die neue Behörde, bei der auch das kürzlich eröffnete "Hamburg Welcome Center" angesiedelt sein wird, soll im kommenden Frühjahr nach Harburg ziehen und weiterhin unter der Obhut des bisherigen Wissenschaftssenators Jörg Dräger (CDU) stehen. Der bisherige Personalbestand von rund 130 Mitarbeitern werde "deutlich ausgebaut", kündigte Dräger an. Ein neuer Name für die erweiterte Behörde sei noch nicht gefunden.

Der internationale Wettstreit um hoch qualifizierte Menschen habe längst begonnen, hieß es. Im europäischen Vergleich bestehe für die deutschen Städte teilweise erheblicher Nachholbedarf. "Wir brauchen eine fortschrittliche Technologielandschaft aber auch Inseln der Kreativität wie beispielsweise die Schanze oder zukünftig die Veddel oder Wilhelmsburg", sagte Dräger.

Außerdem verkündete der Senat einen weiteren Umzug: Auch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt soll künftig südlich der Elbe angesiedelt werden und mit ihren rund 1800 Mitarbeitern bis 2010 nach Wilhelmsburg ziehen.