Fußball: Nach verkorkster Saison

HSV will Kader reduzieren

Neuer Trainer, Abstieg verhindert - und jetzt? Nach der Horror-Saison 2007 ist beim HSV eins klar: So kann es nicht weitergehen – weder sportlich noch personell. Einige Spieler werden die Stevens-Truppe verlassen müssen.

Hamburg. Der Hamburger SV will seinen Kader reduzieren. Wer neben den Spielern mit auslaufenden Verträgen den Verein verlassen muss, will Sportchef Dietmar Beiersdorfer mit Trainer Huub Stevens in den nächsten Tagen klären. "Diese Entscheidungen werden in den nächsten zwei Wochen fallen", sagte Beiersdorfer, der am Montag von einer einwöchigen Sichtungsreise durch Brasilien heimgekehrt war, Hamburger Zeitungen (Dienstag-Ausgabe). Verlassen werden den HSV Mehdi Mahdavikia, Danijel Ljuboja, Stefan Wächter und Rene Klingbeil, da ihre Verträge nicht verlängert wurden.

Auf dem Prüfstand stehen außerdem Juan Pablo Sorin, Nigel de Jong, Boubacar Sanogo und Raphael Wicky. Zugänge gibt es noch nicht. Nicht mehr erste Wahl beim HSV scheint der wechselwillige Mittelfeldspieler Albert Streit von Eintracht Frankfurt zu sein. Die Hamburger sollten sich bis zum vergangenen Freitag erklären, ließen diesen Termin aber verstreichen, hieß es auch Frankfurt.

Einen großen Umbruch plant der HSV laut Aufsichtsratschef Horst Becker und Sportchef Beiersdorfer ohnehin nicht. Verstärkung wird vorranging für die Offensive gesucht. Mit lediglich fünf Toren waren bislang Paolo Guerrero und Ljuboja die treffsichersten Stürmer. Ein Wunschkandidat soll Mohamed Zidan vom FSV Mainz 05 sein.