Warnstreik: Wenn es heute keine Einigung gibt, dann geht es richtig los

Tausende Metaller protestieren in Hamburg

Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindsutrie ist am Donnerstag in eine entscheidende Phase getreten. Um bei den Verhandlungen am Nachmittag den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, gingen in der Hansestadt mehrere Tausend Beschäftigte auf die Straße.

Hamburg. Mitarbeiter der Werft Blohm+Voss zogen mit Plakaten wie "6,5 Prozent Plus ist Muss" durch den alten Elbtunnel zum Spielbudenplatz im Stadtteil St. Pauli. Dort wurden auch die mit Fähren anreisenden Airbus-Mitarbeiter erwartet. Bis zur Kundgebung hatten sich nach Polizeiangaben bereits rund 3000 Metaller versammelt. Die IG Metall Küste hatte in Hamburg zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Die Beschäftigten der Branche wollen bundesweit zur möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt am Nachmittag in Sindelfingen (Baden-Württemberg) den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sollte es keine Einigung geben, dann gehe es richtig los, meinte das Airbus-Betriebsratsmitglied Jörn Junker. Die Gewerkschaften haben mit einem harten Arbeitskampf gedroht.

Die Arbeitnehmer fordern 6,5 Prozent mehr Einkommen. Die Arbeitgeber bieten bisher 2,5 Prozent mehr Entgelt und 0,5 Prozent Konjunkturbonus. Auch in Schleswig-Holstein wollen sich Hunderte Metaller - unter anderem von Danfoss, Dräger, HDW und der Lindenau-Werft - an den Warnstreiks beteiligen. Auch in in Kiel, Lübeck und Neumünster soll es im Laufe des Tages Kundgebungen gegen.

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