Arbeitsmarkt: Positiver Trend setzt sich fort

Immer weniger Hamburger ohne Job

Bei den Unter-25-Jährigen und Über-50-Jährigen ist die Arbeitslosen-Quote im Vergleich zum Vorjahr besonders stark gesunken.

Hamburg. Das Frühlingshoch am Arbeitsmarkt hält auch in Hamburg an. In den vergangenen vier Wochen ging die Anzahl der Männer und Frauen ohne feste Stelle im Vorjahresvergleich um knapp 16 Prozent auf 84 651 zurück, wie die Agentur für Arbeit Hamburg am Mittwoch mitteilte. Das entspreche einer Quote von 9,6 Prozent. "Der Hamburger Arbeitsmarkt zeigt sich beständig positiv und dynamisch", sagte Arbeitsagentur-Chef Rolf Steil.

Besonders erfreulich sei der deutliche Rückgang bei den jungen Erwerbslosen. So ging die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Jahresvergleich um knapp 27 Prozent zurück. Allerdings sind den aktuellen Zahlen zufolge noch immer 7000 junge Erwachsene ohne festen Job. "Auch Bewerber im Alter von über 50 Jahren werden mehr und mehr berücksichtigt", sagte Steil. Unter ihnen sei die Zahl der Arbeitslosen um 17,5 Prozent gesunken. Laut Arbeitsagentur ist der Trend auch bei der Langzeitarbeitslosigkeit positiv. Der Rückgang zum Vorjahr von drei Prozent oder 1068 Menschen sei der Beginn einer sich hoffentlich fortsetzenden positiven Veränderung.

Insgesamt wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs in der Hansestadt im Vergleich zum Februar 2006 um 2,9 Prozent auf 765 000. Damit liegt die Metropole den Angaben zufolge über dem westdeutschen Durchschnitt von 2,3 Prozent. Allein im Hamburger Gastgewerbe seien - auch Dank des guten Wetters - 1900 neue Stellen entstanden. Deutliche Beschäftigungszuwächse verzeichnete auch der Bereiche Verkehr und Nachrichtenübermittlung (plus 5900) sowie Dienstleistungen für Unternehmen (plus 11 100).

Auch im benachbarten Schleswig-Holstein hält die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt an. Ende April waren im hohen Norden 124 600 Männer und Frauen ohne feste Stelle und damit 16,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Damit konnte - wie bereits im März - erneut der höchste Rückgang im Vorjahres-Vergleich seit 1953 verzeichnet werden. Die Arbeitslosenquote im nördlichsten Bundesland betrage nun 8,8 Prozent, nach 9,1 Prozent im Vormonat.