West-Afghanistan: Schwerste Kämpfe seit US-Einmarsch

US-Truppen töten 136 Taliban-Kämpfer

In bis zu 14 Stunden langen Gefechten setzten die amerikanischen Soldaten Mörser, Panzerfäuste und Flugzeuge ein.

Kabul. Die US-geführten Koalitionstruppen teilten am Montag mit, amerikanische Sondereinheiten und afghanische Soldaten hätten am Vortag in der Region Shindand Taliban-Stellungen mit Mörsern, Panzerfäusten und Flugzeugen angegriffen. Bei dem 14-stündigen Gefecht seien 87 Taliban-Kämpfer getötet und sieben Stellungen zerstört worden. Über Opfer unter den Soldaten wurde nichts bekannt.

Die Koalition teilte weiter mit, bereits am Freitag seien in der Region Shindand 49 Rebellen getötet worden, darunter zwei regionale Anführer der Taliban. Auch ein US-Soldat sei ums Leben gekommen. Im Westen des Landes hat die Gewalt in den vergangenen Wochen zugenommen. Verglichen mit dem Süden und Osten galt die Region aber als verhältnismäßig ruhig.

In der südafghanischen Provinz Helmand wurden nach Koalitionsangaben rund 150 mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet, seit der Distrikt Sangin den Rebellen vor drei Wochen wieder abgenommen wurde. In Ostafghanistan seien bei einem Luftangriff fünf Rebellen gestorben.

( dpa )