Extra langes Wochenende - Polizei stoppt auffällig viele Betrunkene

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Frühlingssonne, Grillpartys und ein extra langes Wochenende haben in Norddeutschland zahlreiche Autofahrer in gefährliche Bierlaune gebracht. Nach mächtig Alkohol setzten sich auffällig viele Verkehrsteilnehmer betrunken ans Steuer. Trauriger Spitzenreiter war vorerst mit 4,2 Promille ein Mann aus Lübeck.

Der 54-Jährige war am Sonnabend selbst zum Radfahren zu betrunken und kippte mit seinem Drahtesel einfach um. Er wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Den Alkohol-Rekord bei den Autofahrern hielt ein 41-Jähriger. Er fuhr mit 3,6 Promille über die Autobahn 24 (Hamburg-Berlin). Nachdem die Polizei ihn am Parkplatz Hahnenkoppel gestoppt hatte, kam der Mann nur mit Mühe aus seinem Auto heraus.

In Wentorf bei Hamburg lieferte sich am Sonntagmorgen ein angetrunkener Autofahrer eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Auf der Flucht vor einer Verkehrskontrolle missachtete der 24-Jährige unter anderem mehrfach die Vorfahrtsregelung, bevor er plötzlich rechts heran fuhr und anhielt. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bei ergab 1,24 Promille.

Ganz dumm lief es für ein junges Pärchen in Ratzeburg. Nachdem die 23-Jährige mit 1,2 Promille eine Parkbank gerammt hatte, übergab sie das Lenkrad schnell ihrem Freund. Doch der 30-Jährige war mit knapp ein Promille auch nicht mehr nüchtern, und besaß noch nicht einmal einen Führerschein. Jetzt haben beide eine Anzeige am Hals.

Einem betrunkenen Lastwagenfahrer wurde das Sonntagsfahrverbot zum Verhängnis. Der 31-Jährige lenkte mit 1,38 Promille auf der A 7 (Hannover-Hamburg) einen Lastzug voller Furnierholz zu Ikea nach Schweden, als die Beamten ihn nahe Thieshope stoppten.

Letztendlich schützte auch Alter vor Torheit nicht: Eine 75- jährige Autofahrerin war am Sonnabend so betrunken, dass sie nicht einmal mehr "pusten" konnte. Sie schaffte den Atemalkoholtest nicht. Sie war in Meckelfeld südlich von Hamburg beim Ausparken gegen ein Haus gefahren.

Eine vergleichsweise ruhige Nacht zum 1.Mai hat Hamburgs Polizei erlebt. Lediglich im Schanzenviertel hätten sich rund 50 Menschen vorübergehend an Auseinandersetzungen beteiligt, berichtete ein Polizeisprecher am Dienstag. Vereinzelt habe es Flaschen- und Steinwürfe gegeben. Ein Randalierer sei festgenommen worden, zwei weitere seien in Gewahrsam genommen worden. Gegen 04.30 Uhr sei es wieder ruhig gewesen. "Alles relativ moderat", bilanzierte der Sprecher.