FC Bayern München:

Beckenbauer will den Kader umkrempeln

„So kann es nicht mehr weitergehen. Es ist Zeit für einen großen Schnitt. Wir müssen von vorne anfangen und ein (fast) neues Team aufbauen“, schrieb der Präsident des Rekordmeisters in der BILD-Zeitung.

München. Nach dem 0:2 am Samstag beim VfB Stuttgart ist der FC Bayern nicht nur aus dem Titelrennen der Bundesliga ausgeschieden, sondern wird aller Voraussicht nach auch das Minimalziel Champions League verpassen. "So kann man in der Bundesliga kein Spiel gewinnen", kritisierte Beckenbauer den biederen Auftritt seiner Bayern in Stuttgart. "So können wir die Saison als verkorkst abhaken."

Beckenbauer sieht weiterhin personellen Nachholbedarf in fast allen Mannschaftsteilen, vor allem im Mittelfeld. "Hier mangelt es stark an Kreativität", wiederholte der Bayern-Präsident seine Forderung nach einem Spielmacher und sieht Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge auf der Suche nach einem Regisseur in der Pflicht. "Da kommt auf Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge, unsere Verantwortlichen für das operative Geschäft, einige Arbeit zu."

Außerdem regte Beckenbauer Veränderungen im Angriff an. "Von dem einen oder anderen Stürmer sollten wir uns verabschieden, ohne dass ich jetzt einen Namen nenne. Die Leistungen bei einigen sprechen für sich", sagte der "Kaiser". Bei Roque Santa Cruz und Claudio Pizarro stehen die Zeichen beim FC Bayern auf Trennung.

Die Chancen, einen Weltklasse-Torjäger wie Miroslav Klose nach München zu locken, sieht Beckenbauer auch wegen der wohl verpassten Qualifikation für die Champions League, wo die Bayern nach einem Jahrzehnt voraussichtlich fehlen, als gering an. "Und wenn Barcelona wirklich Miro Klose haben will, werden wir wohl höchstens ein Höflichkeitsangebot machen können. Ohne Chancen auf Klose."