Kinderbetreung:

Höhere Finanzhilfen für selbst erziehende Eltern

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) will die Finanzhilfen für Eltern erhöhen, die ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren zu Hause erziehen.

Berlin. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) will die Finanzhilfen für Eltern erhöhen, die ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren zu Hause erziehen. "Wenn jetzt die Kinderbetreuung in den ersten drei Lebensjahren zu Recht massiv ausgebaut wird, sollen auch die Eltern bessergestellt werden, die ihre Kinder in den ersten drei Jahren selber betreuen", sagte Stoiber der "Welt am Sonntag". Dafür sollte ein Teil der erwarteten Steuermehreinnahmen verwendet werden.

Nach Stoibers Vorstelleungen könnte der bisherige Sockelbetrag von monatlich 300 Euro beim Elterngeld ausgebaut werden. Diese Initiative will die CSU beim Koalitionsausschuss am 14. Mai zur Diskussion stellen. Stoiber ließ offen, ob der Betrag erhöht werden oder ob die Bezugsdauer verlängert sollte. Bislang wird der Sockelbetrag an Mütter und Väter bezahlt, die im ersten Lebensjahr ihres Kindes nicht berufstätig sind.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte vorgeschlagen, die Zahl der Krippenplätze für Kinder bis zu drei Jahren bis 2013 zu verdreifachen. Stoiber sprach von einer Ungleichbehandlung bei der öffentlichen Förderung. "Der Staat soll die Fremdbetreuung und die Eigenbetreuung in gleicher Weise anerkennen", sagte Stoiber. Zugleich machte er deutlich, dass er den Ausbau der Krippenplätze, wie von von der Leyen angestrebt, voll unterstütze.