Unternehmerverbände: Frühjahrsumfrage

Neue Arbeitsplätze für Norddeutschland

Die Wirtschaft in Norddeutschland ist erfolgreich ins Jahr 2007 gestartet. Und so soll es auch bleiben. Rund 31 Prozent der befragten Unternehmen wollen Arbeitsplätze schaffen.

Hamburg. Die Wirtschaft in Norddeutschland ist erfolgreich ins Jahr 2007 gestartet und rechnet weiterhin mit einem stabilen Aufschwung. Das teilten die Unternehmensverbände Hamburg und Schleswig-Holstein (UVN) am Donnerstag als Ergebnis ihrer Frühjahrsumfrage mit. "Die Wirtschaft in Hamburg und Schleswig- Holstein ist in Aufbruchstimmung", sagte Verbandspräsident Hans Heinrich Driftmann.

43 Prozent der befragten Unternehmen schätzen die gegenwärtige Lage im Vergleich zum Vorjahr als deutlich besser ein, 45 Prozent gleich gut und 12 Prozent als schlechter. 31 Prozent der befragten Unternehmen wollen neue Stellen schaffen. In der UVN sind 27 000 Unternehmen mit mehr als 1,1 Millionen Beschäftigten in Hamburg und Schleswig-Holstein vertreten.

Als Gründe für die günstige Situation werden unter anderem die wirtschaftliche Belebung im Bund, höhere Exportaufträge und eine verbesserte Kostensituation genannt. "Positiv ist auch die Auftragserwartung für das zweite Quartal 2007", erklärte Driftmann. 44 Prozent der befragten Firmen rechnen mit nochmals steigendem Auftragseingang, 48 Prozent erwarten gleich bleibend hohen Auftragseingang.

Nach Einschätzung des Wirtschaftsverbandes wirkt sich der Aufschwung auch auf dem Arbeitsmarkt aus. "Nachdem in den vergangenen Jahren neue Arbeitsplätze vor allem in den geringfügigen Bereich gegangen sind, werden nunmehr vermehrt 'echte' sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen", sagte Driftmann. Risiken für den positiven Trend drohen nach Angaben des Verbandes vor allem durch steigende Rohstoff- und Energiepreise.

Besonders gut läuft das Geschäft in der Metall- und Elektroindustrie, weitere Stütze des Aufschwungs ist unter anderem die Ernährungs- und Genussmittelindustrie. Auch die Bauindustrie meldet steigende Auftragseingänge. Im Detailvergleich zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg zeigen sich kleine Unterschiede: So bewerten 46 Prozent der befragten Hamburger Unternehmen ihre Situation im Vorjahresvergleich als noch besser, in Schleswig-Holstein sind es 42 Prozent.