Amoklauf: Wieder Schießerei auf dem Campus

Blutbad an US-Universität

Bei zwei Schießereien auf dem Gelände einer Universität im US-Bundesstaat Virginia sind nach Polizeiangaben mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem wurden mindestens 28 Menschen verletzt. Unter den Toten ist der Polizei zufolge auch der Schütze. Über die Identität des Täters und die Motive ist noch nichts bekannt.

Washington. Ein Amokläufer hat auf einem Uni-Campus im US-Staat Virginia ein Blutbad mindestens 20 Toten und vielen Verletzten angerichtet. Schließlich sei der Schütze selbst getötet worden, teilte die Polizei mit. Über die Identität des Täters und die Motive wurde noch nichts bekannt. Universitäts-Präsident Charles Steger sprach von einer "Tragödie monumentalen Ausmaßes". Es war die folgenschwerste Schießerei, die sich bislang an einer US-Hochschule ereignete. Der Hintergrund der Tat und der genaue Hergang waren zunächst unklar.

Ein Student wurde in einem Wohnheim erschossen, die anderen starben in einem Unterrichtszimmer der Hochschule in Blacksburg, wie Polizeichef W.R. Flinchum mitteilte. Die Hochschule hatte zuvor auf ihrer Website gemeldet, in einem Wohnheim seien Schüsse gefallen. Zwei Stunden später sei in einem anderem Gebäude geschossen worden. Die Studierenden wurden angewiesen, in den Gebäuden zu bleiben und sich von den Fenstern fern zu halten.

Mehrere US-Sender sprachen von 22 Toten. Eine lokale Fernsehstation gab die Zahl der Verletzten mit mindestens 28 an.

Das Unigelände wurde abgesperrt - es war bereits das zweite Mal seit August 2006, dass der Campus wegen einer Schießerei abgeriegelt wurde. Damals flüchtete sich ein entflohener Sträfling auf das Gelände, nachdem er zuvor einen Krankenhauswärter erschossen hatte. Bei der Verfolgung des Mannes wurde damals auch ein Polizist getötet.