Umwelt: Dritter Uno-Klimabericht

Klimawandel ist noch vermeidbar

Um die bislang prognostizierte massive Erderwärmung abzuwenden, müssten Bürger und Politik nach Medienberichten allerdings schnell handeln. Die Industrienationen verfügen über die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten, um den Klimawandel zu stoppen.

Hamburg. Die Industrienationen verfügen über die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten, um den Klimawandel zu stoppen. Sie müssten allerdings schnell reagieren. Das sind nach Angaben der BILD-Zeitung die Kernaussagen des dritten Teils vom Uno-Klimabericht, der dem Blatt nach eigenen Angaben exklusiv vorliegt.

Nach den Angaben der Zeitung sind die Hauptverursacher zusätzlicher Emissionen von Treibhausgasen in den nächsten 25 Jahren zwar in den Entwicklungsländern zu finden. Trotzdem bleibe der Pro-Kopf-Ausstoß in den Industrieländern am größten. Um die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre langfristig auf mittlerem Niveau zu halten, schlügen die Uno-Experten unter anderem vor, die Preise für den Ausstoß von Kohlendioxid im Emissionshandel hochzutreiben und über Standards, Steuern und Subventionen emissionsarme Technologien zu fördern.

Der ehemalige Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen Klaus Töpfer betonte, es sei möglich, den Klimawandel zu stoppen, ohne große Einbußen beim Wohlstand zu machen. "Es gibt die Chance, mit neuen Techniken die Zukunft so zu gestalten, dass wirtschaftliche Stabilität und Klimastabilität vereinbar sind", sagte Töpfer dem Blatt.

Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens fordert die Bundesregierung auf, den anstehenden G 8-Gipfel für eine Trendwende in der Klimapolitik zu nutzen. "Bundeskanzlerin Angela Merkel muss die führenden Industriestaaten für eine aktive Klimaschutzpolitik gewinnen", sagte Behrens der BILD-Zeitung. Der dritte Teil des Uno-Klimaberichts soll Anfang Mai in Bangkok vorgestellt werden.