Starker Osterverkehr im Norden mit vielen Unfällen

Die Ostertage haben dem Norden eine starke Reisewelle und viele Unfälle gebracht. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. „Der Rückreiseverkehr hat voll eingesetzt“, sagte ein Beamter der Verkehrsleitstelle in der Hansestadt am Montagmittag.

Auf der Autobahn von Lübeck nach Hamburg (A1) mussten sich die Fahrer zwischen Barsbüttel und Moorfleet in eine zehn Kilometer lange Schlange einreihen. Vor dem Elbtunnel staute es sich auf der A7 in Südrichtung auf etwa zehn Kilometern, in Nordrichtung auf rund zwei Kilometern. Auch auf der Strecke von Elmshorn nach Hamburg (A23) stockte es vor dem Autobahndreieck Hamburg Nordwest.

Vier junge Leute wurden bei einem Unfall am Sonnabend im Kreis Segeberg verletzt. Eine 18 Jahre alte Autofahrerin wollte auf einer Landstraße zwischen Stuvenborn und Bredenbekshorst einen Motorroller überholen, teilte die Polizei am Montag mit. Wagen und Zweirad stießen zusammen, der 16-Jährige Fahrer des Rollers und sein ein Jahr jüngerer Sozius stürzten in den Graben und wurden schwer verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser in Hamburg und Neumünster. Die 18 Jahre alte Autofahrerin und ihre 20-Jährige Beifahrerin wurden ambulant behandelt.

Auf der Autobahn 23 (Heide-Hamburg) wurden im Kreis Steinburg am Sonntag vier Menschen verletzt. Ein Opfer musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Hamburg geflogen. Das Auto hatte sich aus zunächst ungeklärter Ursache überschlagen, teilte die Polizei in Elmshorn mit. Die drei anderen Beteiligten wurden leicht verletzt.

Bei der Flucht vor einer Verkehrskontrolle in Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) wurde ein 23 Jahre alter Autofahrer in der Nacht zum Sonntag lebensgefährlich verletzt. Der Mann missachtete die Haltezeichen der Beamten und fuhr sehr schnell davon. Kurze Zeit später kollidierte er mit einem am Straßenrand geparkten Auto. Lebensgefährlich verletzt wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Ein 24-jähriger Motorradfahrer verletzte sich am Sonnabend nahe Eckernförde schwer. Der junge Mann war nach Angaben der Polizei auf einer kurvenreichen Strecke wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Bau geprallt.

Ein 55-jähriger Motorradfahrer aus Hamburg verlor am Freitag am Ende der A 25 auf der Bundesstraße 404 in Richtung Lüneburg die Kontrolle über seine Maschine und landete im Straßengraben. Dabei wurde er schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte der Kradfahrer im Kreuzungsbereich an einer Ampel stark beschleunigt und kam dann wegen überhöhter Geschwindigkeit ins Schleudern. In einer Kurve sei er von der Fahrbahn abgekommen und in einen Graben gestürzt. Der Mann kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Wegen einer Fliege in seinem Auto ist am Freitag auf der Bundesstraße 76 (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ein 20 Jahre alter Mann in Panik geraten und mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der junge Mann konnte sich durch ein Fenster aus dem Fahrzeugwrack selbst befreien und blieb unverletzt.